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Elektrosmog
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Krebs durch Elektrosmog

Krebs ist das unkontrollierte Wachstum von Körperzellen. Diese Zellen verdrängen oder zerstören dabei gesundes Gewebe. Jedes Organ und jedes Gewebe des menschlichen Körpers kann von Krebs befallen werden. Krebs ist nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache in Deutschland.

Heutige Ansichten über Krebs gehen von einem Mehrstufenmodell der Krebsentstehung aus. Das ältere so genannte Dreistufenmodell gliedert sich dabei in die Phasen der Initiation, Promotion und der Progression. Nach einer Jahre bzw. Jahrzehnte dauernden Latenzphase zwischen dem initiatialen DNA-Schaden, also der Transformation einer einzelnen Zelle, kommt es erst zum nachweisbaren Tumor. Bis zu zehn verschiedene Mutationen müssen erfolgt sein. Einige dieser notwendigen Mutationen können vererbt werden, was erklärt, dass auch sehr kleine Kinder an Krebs erkranken können und dass Krebs in so genannten Krebsfamilien gehäuft auftreten kann.

Krankheitserregende Ursachen können z. B. einzelne chemische Stoffe, ionisierende Strahlung (wie UV-Strahlung oder Röntgenstrahlung) sowie Viren, oder auch ein Zusammenwirken von chemischen und physikalischen Faktoren sein. Aber auch elektromagnetische Strahlung steht im starken Verdacht als Ursache für die Entstehung von Tumoren. Die krebserregenden Ursachen können beim Krebsgeschehen in allen drei Phasen wirksam werden:

Elektromagnetische Felder und Krebs

Während ionisierende Strahlung eindeutig als krebserregend erkannt ist, ist der Einfluss von hochfrequenten Funkwellen noch umstritten. Etwas klarer sind die Verhältnisse bei niederfrequenten Magnetfeldern, bei denen ein schwacher Zusammenhang besonders zu Leukämie von Kindern gefunden wurde.

Bei aktuellen Studien werden alle Aspekte der Krebsentwicklung untersucht, z. B. an zellulären Systemen die Möglichkeit der Genschädigung bzw. Zelltransformation oder man verfolgt die Krebsentwicklung bei genetisch manipulierten oder mit krebserregenden Stoffen Vorgeschädigten Tieren. Diese werden dabei einem Einfluss ausgesetzt, der bekanntermaßen einen Krebs auslösen (Initiator) und/oder dessen Wachstum fördern kann (Promoter). Es wird dann untersucht, ob durch zusätzliche Expositionen mit einem elektromagnetischen Feld ein Einfluss auf das Krebswachstum gefunden werden kann.

Eine andere Möglichkeit sind epidemiologische Studien, wo z. B. die Krebshäufigkeit zwischen Mobilfunknutzern und darauf verzichtenden vergliche wird. All diese Methoden haben spezifische Vor- und Nachteile und durch die Komplexität der Modelle sind scheinbar widersprüchliche Forschungsergebnisse leider keine Ausnahme.

Studien

NAILA Studie

Eine Gruppe von Ärzten in Naila hat unter der Federführung von Dr. med. Horst Eger eine statistische Auswertung von Patientenunterlagen im Hinblick auf Krebsfälle in der Umgebung eines Mobilfunksendemasten vorgenommen. Die Ergebnisse dieser Studie wurden erstmals am 21.07.2004 von der Ärztegruppe im Rahmen eines Vortrags auf einer Bürgerversammlung in Naila vorgestellt. mehr

Hirntumore durch Handys

Handys stehen auch in dringendem Verdacht, Hirntumore zu erzeugen. Das weiß die Welt spätestens seit einigen spektakulären Prozessen in den USA. Schon Anfang 1993 klagte David Reynard aus St Petersburg im US Bundesstaat Florida drei Handy-Herstellerfirmen. Das bereits damals modische drahtlose Kommunikationsmittel sei schuld am Tod seiner Frau durch einen Gehirntumor. Der Krebs sei genau hinter dem Ohr entstanden an das seine Frau das Funktelefon hielt argumentierte Reynard (Der Spiegel stellte in seiner Nr 6/1993 die bange Frage: ŽKommt der Krebstod drahtlos'). Im selben Jahr gingen mehr

Hirntumore durch Elektrosmog

Im Oktober 2000 startete das zur Zeit weltweit größte Forschungsvorhaben zur Aufklärung der Entstehung von Hirntumoren. Diese Erkrankung betrifft in Deutschland jährlich etwa 14000 Frauen und Männer. Viele der Patientinnen und Patienten sind jünger als 60 Jahre. Ursachen für Hirntumoren kennt man praktisch bisher nicht. Mit der neuen Studie sucht man mögliche Ursachen vor allem in der medizinischen Vorgeschichte und im beruflichen Umfeld der Betroffenen. Die Studie soll insbesondere klären, ob die regelmäßige Nutzung des sogenannten Handys das Risiko erhöht, an einem Hirntumor zu erkranken. Diese Fragestellung drängt besonders, weil mehr