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Elektrosmog
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Gehirnfunktion

Bei der Untersuchung der Funktion des Gehirns kann man mit am Kopf angebrachten Elektroden das von nahe unter den Kopfoberfläche liegenden Nervenzellen ausgehende, sich rhythmisch ändernde Wechselfeld messen (Elektroenzephalogramm, EEG). Je nach dessen Frequenz und Stärke unterscheidet man vier Wellenformen.

Der zweite Ansatz ist die Beurteilung der Gehirnleistung anhand der Auswertung von Verhaltensmustern.

Das Gehirn unter dem Einfluss von Elektrosmog

Die Gesundheitsrelevanz der gefundenen Effekte ist schwierig zu beurteilen. Die beobachteten EEG-Änderungen stellen sicherlich nicht direkt ein Gesundheitsrisiko dar. CROFT et al. 2002 beschreiben die Einflüsse als stärker als die Wirkung einer starken Tasse Kaffee, jedoch als schwächer als das Schliessen der Augen. Einerseits könnte es sich um reversible physiologische Effekte handeln, vergleichbar der Anpassung der Pupille bei unterschiedlichem Lichteinfall. Auf der anderen Seite ist auch denkbar, dass es sich nicht um einen direkten Effekt auf das EEG handelt, sondern dass sich andere Wirkungen auf das Zentralnervensystem im veränderten EEG manifestieren.

Insbesondere wenn die Wirkung länger als die unmittelbare Exposition anhält, kann es sich nur um indirekte/komplexe Wirkungen handeln. Um welche Art Prozesse es sich handeln könnte, und ob diese mit pathologischen Wirkungen assoziiert sind, ist zur Zeit ungeklärt.

Zusammenfassend werden die Befunde als insgesamt recht konsistent beurteilt. Es ist wahrscheinlich, dass die Exposition gegenüber einem Mobiltelefon das EEG beeinflusst. Was dies für die Gesundheit bedeutet, ist nicht beurteilbar. Die Effekte traten im allgemeinen bei einer lokalen SAR von rund 1 W/kg auf. Einige Arbeiten fanden Effekte bei tieferen Expositionen. In diesen Studien wurde die Exposition jedoch nur unzuverlässig bestimmt.